Ernährung Insulinresistenz – Gesunde Tipps für dich

Inhaltsverzeichnis

Insulinspritze und Holzbuchstaben als Symbol für Insulinresistenz

Ernährung bei Insulinresistenz ist weit mehr als eine Liste von Verboten – sie kann ein liebevoller Weg zurück zu mehr Energie, innerer Balance und echtem Wohlgefühl sein. In diesem Artikel erfährst du, was hinter der Diagnose steckt, wie du erste Warnzeichen erkennst und welche Ernährung deinem Körper wirklich hilft – ganz ohne Diät-Zwang oder Schuldgefühle. Die wichtigsten Aspekte zu Ursachen, Symptomen, Folgen und Maßnahmen werden dir als wichtigste Inhalte übersichtlich und in Kürze zusammengefasst.

Einführung in die Insulinresistenz

Insulinresistenz ist eine Stoffwechselstörung, die viele Menschen betrifft – oft ohne dass sie es wissen. Sie gilt als Vorstufe von Typ-2-Diabetes, da der Körper in dieser Phase weniger empfindlich auf Insulin reagiert. Prädiabetes beschreibt dabei das Zwischenstadium zwischen Insulinresistenz und Diabetes Typ 2, in dem die Insulinwirkung bereits beeinträchtigt ist, aber durch Lebensstiländerungen noch positiv beeinflusst werden kann. Häufig ist Insulinresistenz die Folge eines ungünstigen Lebensstils und bestimmter Ernährungsgewohnheiten. Die gute Nachricht: Du kannst aktiv etwas tun, um dein System zu entlasten. Und das beginnt bei deiner Ernährung – und beim Verstehen deines Körpers.

Was ist Insulinresistenz?

Normalerweise sorgt das Hormon Insulin dafür, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen gelangt – dort wird er zur Energiegewinnung genutzt. Der Mechanismus der Insulinwirkung besteht darin, dass Insulin an spezifische Rezeptoren auf der Zelloberfläche bindet und so das Signal auslöst, Glukose in die Zellen aufzunehmen. Insulin dient somit als Signal für die Zellen, Glukose aus dem Blut aufzunehmen und zu verwerten. Die Rolle des Insulins im Stoffwechselprozess ist entscheidend, da es die Regulation des Blutzuckerspiegels und die Energieversorgung der Zellen steuert.

Bei einer Insulinresistenz reagieren die Zellen jedoch weniger empfindlich auf Insulin. Der Zucker bleibt im Blut, der Körper produziert noch mehr Insulin – und das kann langfristig zu einer Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse führen.

Warum ist sie wichtig – und wer ist betroffen?

Insulinresistenz gilt als Vorlaufphase von Typ-2-Diabetes, kann aber auch viele Jahre bestehen, ohne dass es zu einer Erkrankung kommt. Besonders häufig tritt sie auf bei:

  • chronischem Stress
  • Schlafmangel
  • Bewegungsmangel
  • hormonellen Veränderungen (z. B. PCOS)
  • genetischer Veranlagung

Wichtig: Auch schlanke Menschen können betroffen sein. Und nicht jeder mit höherem Gewicht hat automatisch Insulinresistenz.

Der HOMA-Index & andere Diagnostikmöglichkeiten

Ärztin erklärt einem Patienten die Ergebnisse zum HOMA-Index bei Insulinresistenz

Der sogenannte HOMA-Index (Homeostasis Model Assessment) zeigt an, wie gut Insulin und Blutzucker im Gleichgewicht sind. Er wird anhand von Nüchternblutzucker und Nüchterninsulinwert im Blut errechnet. Zur Diagnose einer Insulinresistenz kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, wie zum Beispiel der HOMA-Index oder die sogenannte Clamp-Technik. Mit diesen Verfahren kann festgestellt werden, ob eine Insulinresistenz vorliegt. Ergänzende Tests sind:

  • oraler Glukosetoleranztest (oGTT)
  • HbA1c-Wert (Langzeitblutzucker)
  • Insulin-Basalspiegel

Wenn du unsicher bist: Sprich mit deinem Arzt oder einer qualifizierten Fachkraft, die dich ganzheitlich unterstützt.

Ursachen und Symptome

Wichtige Ursachen

Insulinresistenz hat viele Ursachen – und oft liegt eine Kombination aus körperlichen, hormonellen und emotionalen Faktoren vor. Verschiedene Mechanismen, darunter genetische Veranlagung und komplexe biologische Prozesse, spielen bei der Entstehung der Insulinresistenz eine wichtige Rolle und sind Gegenstand intensiver Forschung:

  • Unausgewogene Ernährung (zu wenig Ballaststoffe, viel Zucker; eine Ernährung mit wenig Ballaststoffen erhöht das Risiko für Insulinresistenz)
  • Bewegungsmangel
  • Schlafmangel
  • Chronischer Stress
  • Hormonelle Störungen (PCOS, Schilddrüse)
  • Langjährige Diäten und restriktives Essverhalten

Typische Symptome & Warnzeichen

Erschöpfte Frau lehnt am Sofa und wirkt nachdenklich und traurig

Viele Betroffene merken lange nichts – oder schieben Symptome auf den Alltagsstress. Typische Anzeichen sind:

  • Ständige Müdigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Heißhunger (besonders auf Süßes)
  • Gewichtszunahme – v. a. am Bauch
  • Zyklusstörungen, Hautprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • B als mögliches Frühsymptom oder auffälliges Untersuchungsergebnis

Je früher du hinschaust, desto leichter kannst du deinen Körper wieder ins Gleichgewicht bringen.

Warum früh erkannt werden sollte

Unbehandelt kann eine Insulinresistenz schwerwiegende Folgen haben und langfristig zu Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie weiteren Stoffwechselstörungen führen. Zu den möglichen Folgeerkrankungen zählen auch Gefäßschäden und andere Komplikationen, die durch eine gestörte Blutzirkulation begünstigt werden. Eine gesunde Blutzirkulation ist besonders wichtig, da sie die Aufnahme und den Transport von Glukose im Körper unterstützt und so das Risiko für Folgeerkrankungen reduziert. Doch keine Sorge: Mit Ernährung, Bewegung und Stressreduktion kannst du viel bewirken – auch ohne Medikamente.

Diagnose und Behandlung

Patientin im Gespräch mit Arzt – medizinisches Aufklärungsgespräch mit Diagnoseunterlagen

Wie wird Insulinresistenz festgestellt?

Die Diagnose erfolgt über eine Kombination aus:

  • Anamnese (Gespräch, Symptome)
  • Bluttests (HOMA-Index, Insulin, Glukose, HbA1c)
  • Körperliche Befunde (z. B. Blutdruck, Bauchumfang)
    Ein erhöhter HOMA-Index deutet auf eine reduzierte Insulinempfindlichkeit hin – wichtig ist aber immer der Gesamtblick auf deinen Körper.

Behandlungsmöglichkeiten

Ziel ist es, die Insulinsensitivität zu verbessern – also den Körper wieder empfänglicher für Insulin zu machen. Lebensstiländerungen wie Ernährungsumstellung, Bewegung und Stressreduktion sind ein wirksames Mittel, um die Insulinsensitivität nachhaltig zu steigern. Dabei können solche Lebensstiländerungen in vielen Fällen eine Alternative zu Medikamenten darstellen, um die Zuckerwerte zu kontrollieren oder sogar zu heilen. Das gelingt am besten durch:

  • Ernährungsumstellung
  • Regelmäßige Bewegung
  • Stressreduktion
  • Schlafhygiene
  • ggf. Medikamente (wie Metformin – nur bei Bedarf & ärztlicher Indikation)

Kombinationstherapie & individuelle Betreuung

Insulinresistenz ist individuell. Was bei einem Menschen wirkt, kann beim nächsten völlig anders aussehen. Deshalb: Kein pauschales „Low Carb“, keine Radikalkur – sondern ein maßgeschneiderter Weg, der sich gut anfühlt und zu deinem Leben passt.

Ernährung bei Insulinresistenz

Frische Lebensmittel wie Nüsse, Beeren und Getreide mit Notizbuch zur Rezeptplanung

Grundprinzipien: Ernährung bei Insulinresistenz – was zählt?

Es geht nicht um Verzicht, sondern um Versorgung:

  • Langsame Kohlenhydrate, die den Blutzucker nicht in die Höhe schießen lassen. Die bewusste Auswahl und Reduktion von Kohlenhydraten ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung bei Insulinresistenz, da sie hilft, Blutzuckerspitzen zu vermeiden und die Insulinsensitivität zu verbessern. Die Auswahl der Kohlenhydrate ist entscheidend: Komplexe Kohlenhydrate werden langsamer verdaut und führen zu einer stabileren Blutzuckerregulation. Empfehlungen raten dazu, einfache Zucker zu meiden und auf Vollkornprodukte zu setzen.
  • Eiweiß & Fett für längere Sättigung und stabile Energie. Besonders gesunde Fetten wie Omega 3 Fettsäuren aus fettem Seefisch oder Nüssen können Entzündungen reduzieren und die Insulinsensitivität verbessern.
  • Ballaststoffe, die Zucker langsamer aufnehmen lassen. Eine ballaststoffreiche Ernährung unterstützt die Aufnahme von Glukose in die Zellen, verbessert die Insulinsensitivität und kann das Risiko für metabolische Erkrankungen senken.
  • Rhythmus statt Chaos: Regelmäßige Mahlzeiten geben Sicherheit und helfen, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren.

Vorsicht ist bei der Lebensmittelauswahl geboten, um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Der Insulinspiegel spielt eine zentrale Rolle bei der Ernährung, da ein dauerhaft hoher Insulinspiegel die Fettverbrennung hemmt und die Funktion von Fettgewebe und Muskulatur beeinflusst. Hormone wie Insulin regulieren den Blutzuckerspiegel und steuern die Aufnahme von Glukose in die Zellen. Eine gestörte Insulinwirkung in Muskulatur und Fettgewebe kann zu Insulinresistenz führen. Abnehmen durch eine angepasste Ernährung und Lebensstiländerungen ist ein zentrales Ziel, um die Stoffwechselgesundheit zu verbessern.

Eine randomisierte klinische Studie zeigte, dass eine fettarme, pflanzenbasierte Ernährung bei übergewichtigen Erwachsenen die Insulinsensitivität signifikant verbessern kann – unabhängig von Gewichtsverlust. Allerdings ist Ernährung nur ein Baustein von vielen.

Wie sieht eine ausgewogene Mahlzeit aus?

Denk an eine Balance-Teller-Regel:

  • ½ Teller Gemüse
  • ¼ sättigende Kohlenhydrate (z. B. Vollkorn, Linsen, Kartoffeln)
  • ¼ Eiweißquelle (z. B. Tofu, Fisch, Ei)
  • etwas Fett (z. B. Olivenöl, Nüsse)

Beispiel für ein Frühstück:
Porridge mit Haferflocken, Chiasamen, Apfelstücken und Mandelmus – hält dich lange satt, ohne deinen Blutzucker zu stressen.

Tipps für den Alltag

Glückliche Frau isst entspannt einen frischen Salat im Freien.

  • Starte mit einem Frühstück, auch wenn du denkst „ich hab morgens keinen Hunger“ – es stabilisiert den Tagesverlauf.
  • Iss regelmäßig, nicht ständig – 3 Hauptmahlzeiten & ggf. 1–2 Snacks.
  • Iss langsam und bewusst – so merkst du, wann du satt bist.
  • Vermeide Diätmentalität – du brauchst Energie, keine Verbote.
  • Trink genug Wasser – Flüssigkeit ist wichtig für den Zuckerstoffwechsel.

Lebensmittel, die zu meiden sind

Bei einer Insulinresistenz spielt die Auswahl der richtigen Lebensmittel eine entscheidende Rolle, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und die Entwicklung von Typ 2 Diabetes zu verhindern. Bestimmte Lebensmittel können den Blutzuckerspiegel und damit auch die Insulinproduktion stark in die Höhe treiben – das belastet den Körper zusätzlich und erschwert die Verbesserung der Insulinsensitivität.

Zu den Lebensmitteln, die du bei Insulinresistenz möglichst meiden solltest, gehören:

Frau isst hastig Fast Food mit Burger, Donuts und Hähnchen in emotionalem Moment

  • Weißmehlprodukte wie helles Brot, weiße Pasta und polierter Reis. Sie enthalten kaum Ballaststoffe und lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen.
  • Zuckerhaltige Lebensmittel wie Süßigkeiten, Kuchen, Gebäck, Limonaden und Fruchtsäfte. Sie liefern viel „leeren“ Zucker, der schnell ins Blut geht und große Insulinmengen erfordert.
  • Frittierte Speisen und fettreiche Snacks wie Pommes frites, Chips, frittierte Hähnchenteile oder Croissants. Sie enthalten oft viele gesättigte Fette, die den Stoffwechsel zusätzlich belasten.
  • Lebensmittel mit hohem Salzgehalt wie salzige Snacks, Fertiggerichte oder Popcorn. Sie fördern Wassereinlagerungen und können den Blutdruck erhöhen – ein zusätzlicher Risikofaktor bei Insulinresistenz.
  • Produkte mit hohem Fruchtzuckergehalt wie Trockenfrüchte, Obstkonserven in Sirup oder gesüßte Müsliriegel. Fruchtzucker (Fruktose) kann in größeren Mengen die Leber belasten und die Entstehung einer Fettleber begünstigen.

Auch bei Milchprodukten und Fleisch lohnt sich ein genauer Blick: Fettige Wurstsorten, Sahne, fettes Fleisch und stark verarbeitete Produkte enthalten viele gesättigte Fette, die die Insulinwirkung in den Zellen weiter verschlechtern können. Der Ersatz von Weißmehlprodukten durch Vollkorn kann nachweislich die Insulinresistenz reduzieren – das zeigte eine kontrollierte Studie mit übergewichtigen Erwachsenen.

Warum ist das wichtig? Lebensmittel mit hohem glykämischen Index und viel Zucker führen zu schnellen Blutzuckerschwankungen. Der Körper muss darauf mit einer erhöhten Insulinproduktion reagieren – das verstärkt die Insulinresistenz und kann langfristig zu Typ 2 Diabetes führen. Auch gesättigte Fette und Transfette aus industriell verarbeiteten Lebensmitteln wirken sich negativ auf den Stoffwechsel und die Insulinsensitivität aus.

Insulinresistenz Ernährung Tabelle

Hier findest du eine praktische Übersicht – ganz ohne Schwarz-Weiß-Denken:

Lebensmittelgruppe Empfohlen Warum hilfreich?
Kohlenhydrate Hafer, Quinoa, Vollkorn, Linsen Langsamer Blutzuckeranstieg, viele Ballaststoffe
Eiweißquellen Eier, Tofu, Linsen, Fisch, Hüttenkäse Stabilisiert Blutzucker & macht länger satt
Gute Fette Avocado, Nüsse, Olivenöl, Leinsamen Wichtig für Hormonproduktion & Sättigung
Gemüse Brokkoli, Spinat, Paprika, Zucchini Viele Mikronährstoffe & Ballaststoffe
Obst (kombiniert) Beeren, Apfel, Orange + Eiweiß/Fett Süßes mit Stabilität kombinieren
Getränke Wasser, Tee, Kaffee (nicht nüchtern) Unterstützt Stoffwechsel & Hydration

Bei Diabetikern sollte die Insulindosis individuell an die jeweilige Mahlzeit angepasst werden, um den Blutzuckerspiegel optimal zu regulieren.

Mediterrane Ernährung – eine alltagstaugliche Hilfe

Mediterrane Lebensmittel: Fisch, Gemüse, Obst, Vollkorn und gesunde Fette bei Insulinresistenz

Die mediterrane Ernährung hat sich in Studien als hilfreich erwiesen:

  • viel Gemüse, Obst, Fisch, Olivenöl, Nüsse
  • wenig Fertigprodukte und Zucker
  • Fokus auf Genuss und Vielfalt

Sie ist nicht nur herzgesund, sondern kann auch die Insulinsensitivität verbessern – ohne Diätstress. Und das Beste: Sie ist einfach umzusetzen, lecker und nachhaltig.

Geregelte Mahlzeiten – das unterschätzte Geheimnis

Ein unregelmäßiger Essrhythmus bringt den Blutzucker durcheinander. Deshalb:

  • 3 ausgewogene Hauptmahlzeiten täglich
  • Optional: 1–2 kleine Snacks
  • Achte auf Hunger- & Sättigungssignale
  • Vermeide zu langes Fasten oder ständiges Snacken

Regelmäßigkeit hilft deinem Körper, sich zu entspannen – und reduziert den Insulinstress.

Bewegung und körperliche Aktivität – dein zweites Standbein

Zwei fröhliche Frauen mit Kopfhörern in Sportkleidung genießen Musik beim Outdoor-Workout, Body Neutrality hilft sich drei zu fühlen

Neben der Ernährung ist Bewegung das zweite, unverzichtbare Standbein auf dem Weg zu mehr Gesundheit bei Insulinresistenz und Typ 2 Diabetes. Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt wie ein natürlicher Schlüssel, um die Insulinsensitivität deiner Zellen zu verbessern, den Blutzuckerspiegel zu senken und das Gewicht nachhaltig zu regulieren. Schon kleine Veränderungen im Alltag – wie ein flotter Spaziergang, Radfahren oder Treppensteigen – können die Wahrscheinlichkeit für Folgeerkrankungen wie Fettleber, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich verringern.

Bewegung hilft deinem Körper, Zucker aus dem Blut effektiver in die Körperzellen aufzunehmen, sodass weniger Insulin benötigt wird. Das entlastet die Bauchspeicheldrüse und kann die Insulinresistenz spürbar verbessern. Besonders günstig wirkt sich eine Kombination aus Ausdauertraining (z. B. Walken, Schwimmen, Tanzen) und moderatem Krafttraining aus – beides unterstützt den Fettstoffwechsel, fördert den Muskelaufbau und hilft beim Abnehmen.

Wichtig ist, dass du Bewegung als festen Bestandteil deines Lebensstils siehst – nicht als Pflichtprogramm, sondern als Geschenk an deinen Körper. Schon 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche reichen aus, um positive Effekte auf den HOMA-Index, den Blutzuckerspiegel und das allgemeine Wohlbefinden zu erzielen. Auch kleine Bewegungseinheiten im Alltag, wie Gartenarbeit oder ein Spaziergang nach dem Essen, zählen!

Um den Erfolg deiner Lebensstiländerungen zu überprüfen, lohnt es sich, regelmäßig Daten wie Blutzuckerwerte, Gewicht und – in Absprache mit deinem Arzt – den HOMA-Index zu erfassen. So kannst du sehen, wie sich deine Insulinsensitivität entwickelt und ob die Behandlung anschlägt. Auch die Insulindosis kann bei Diabetikern durch mehr Bewegung oft reduziert werden.

Die Kombination aus Bewegung, ausgewogener Ernährung mit viel Eiweiß, gesunden Fetten und ballaststoffreichen Lebensmitteln sowie weiteren Lebensstiländerungen ist der Schlüssel, um Insulinresistenz und Typ 2 Diabetes aktiv entgegenzuwirken. Lass dich von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen – jeder Schritt zählt! Hol dir bei Bedarf Unterstützung von Fachleuten und nutze Tipps und Empfehlungen, um deinen Weg individuell und nachhaltig zu gestalten.

Diabetes Typ 2: Risikofaktoren und Prävention

Typ-2-Diabetes: Schriftzug mit medizinischen Geräten zur Blutzuckermessung und Insulintherapie

Insulinresistenz kann ein Vorläufer von Typ-2-Diabetes sein – aber es ist kein automatisches Schicksal. Tatsächlich entwickeln nur 1% der Insulinresistenz-Betroffenen eine Typ 2 Diabetes. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Stressreduktion spielt eine entscheidende Rolle bei der Prävention von Insulinresistenz.

Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung sind: eine ausgewogene Ernährung, ausreichend körperliche Aktivität, ein gesundes Körpergewicht und das Vermeiden von chronischem Stress.

Risikofaktoren:

  • Genetische Veranlagung
  • Übergewicht (v. a. am Bauch)
  • Bewegungsmangel
  • Chronischer Stress
  • Schlafmangel
  • Diäten / gestörtes Essverhalten

Was du tun kannst:

  • Stress abbauen
  • Bewegung integrieren (Spaziergänge reichen!)
  • Schlaf verbessern
  • Nährstoffreich essen
  • Keine Schuld – sondern Mitgefühl

FAQ: Ernährung bei Insulinresistenz (achtsam & ohne Diätstress)

Frau steht mit Rezeptbuch und frischem Gemüse in der Küche nach einem Ernährungsseminar

Was darf ich nicht essen bei Insulinresistenz?

Es geht nicht um „Verbote“, sondern darum, deinen Blutzucker zu entlasten. Meide Lebensmittel, nach denen du schnell wieder Hunger bekommst – z. B. stark gezuckerte Snacks, Softdrinks oder Weißmehlprodukte. Hör auf deinen Körper: Wie fühlst du dich nach dem Essen?

Welche Lebensmittel sind schlecht für die Insulinresistenz?

Nicht schlecht, aber ungünstig, wenn sie deinen Blutzucker Achterbahn fahren lassen:

  • Süßes ohne Nährstoffe
  • Fertigprodukte mit verstecktem Zucker
  • stark verarbeitete Weißmehlprodukte
    Wichtig: Du musst nicht alles streichen – finde Balance, nicht Kontrolle.

Welche Ernährungstipps gibt es bei Insulinresistenz?

  • Iss regelmäßig & nährstoffreich – kein Dauer-Snacken, kein Auslassen.
  • Kombiniere Ballaststoffe + Eiweiß + gesunde Fette.
  • Achte auf Körpergefühl statt Kalorien.
  • Trinken nicht vergessen – auch Durst fühlt sich manchmal wie Hunger an.

Was sollte man abends essen bei Insulinresistenz?

Abends brauchst du nichts anderes als tagsüber – aber:

  • Achte auf sättigende, leichte Kombinationen (z. B. Gemüse + Protein + gute Fette).
  • Kein Zwang zum „Low Carb“ – wichtig ist, wie du dich danach fühlst: satt, ruhig, stabil.
    Beispiel: Ofengemüse mit Hummus oder Quark mit Beeren & Nüssen.

Wie kann ich Insulinresistenz schnell loswerden?

Schnell ist nicht das Ziel – nachhaltig ist das neue „schnell“.

  • Bewege dich regelmäßig – auch ein Spaziergang hilft.
  • Iss so, dass du dich gut fühlst – nicht „wenig“, sondern versorgt.
  • Reduziere Stress & verbessere deinen Schlaf.
    Dein Körper ist lernfähig. Gib ihm Zeit & Vertrauen – keine Strafen.

Fazit – Ernährung bei Insulinresistenz darf nährend, nicht strafend sein

Junge Frau sitzt lächelnd auf dem Sofa und umarmt sich selbst – Symbol für Selbstliebe und Achtsamkeit

Insulinresistenz ist nicht das Ende – sie kann ein Weckruf sein, liebevoll mit dir und deinem Körper umzugehen. Es geht nicht um perfekte Ernährung, sondern darum, deinem System wieder zu vertrauen.

Mit einer abwechslungsreichen Ernährung, regelmäßigen Mahlzeiten, Bewegung und mehr Mitgefühl kann dein Körper heilen – Schritt für Schritt.

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